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Der eine oder andere mag behaupten, dass der Hauptanreiz an einer Konfirmation an den zum Teil reichlich bemessenen Geschenken liegt. Wer jedoch so argumentiert, der verkennt dabei nicht nur die Bereitschaft und den zeitlichen Aufwand der jungen Konfirmandinnen und Konfirmanden, zwei Jahre lang am kirchlichen Unterricht teilzunehmen, sondern er würde analog auch Eheschließungen ausschliesslich anhand der steuerlich vorteilhaften Splittingtabelle oder den ebenso üppigen Hochzeitsgeschenken beurteilen.
Wie bei den meisten Eheleuten tut man auch der überwiegenden Mehrheit der Jungen und Mädchen Unrecht, die sich jedes Jahr in unserer Gemeinde neu zum kirchlichen Unterricht anmelden und sich dann später auch konfirmieren lassen.
Die Konfirmation ist eine der ersten wichtigen eigenen Entscheidungen, die junge Menschen in ihrem Leben treffen können. Ungefragt von ihren Eltern einst zur Taufe geführt, haben sie nun die Gelegenheit nach eingehender Befassung mit dem christlichen Glauben, der Kirche und ihrer eigenen Gemeinde, diese Entscheidung selbst zu bestätigen und zu festigen. Confirmare heisst Bestätigung im Lateinischen. To confirm benutzt man im Englischen, um sich etwas zu vergewissern und zu befestigen.
Im Konfirmationsgottesdienst bekennen sich die Konfirmanden vor der Gemeinde zu der Entscheidung ihrer Eltern, sie mit den Vorstellungen und Werten der chritstlichen Gemeinschaft aufwachsen zu lassen. Mit der Zulassung zum Abendmahl erhalten sie auch offiziell die Bestätigung als selbstständiges und eigenverantwortliches Mitglied der Gemeinde mit allen Rechten und Pflichten aufgenommen zu sein.
Nach der Konfirmation können die Jugendlichen aber nicht nur am Abendmahl teilnehmen. Sie können ebenso Patenschaften für Kinder übernehmen oder mit 16 Jahren bereits an den Wahlen zum Presbyterium teilnehmen.
Die Zeiten für die nächste Anmeldungen zum kirchlichen Unterricht sowie die Termine der besonderen Gottesdienste zur Vorstellung und Konfirmation der Konfirmanden erfahren Sie selbstverständlich im Gemeindebüro.
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