Matthäuskirche

Die Güte des Herrn ist´s, daß wir nicht garaus sind; Seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende. (Klagelieder Jeremia 3, Vers 22)

Am 9.Februar 1964 legte unsere Gemeinde zusammen mit ihren Pfarrern Günter Kotthaus und Henning Küstermann den Grundstein für eine neue Kirche. Die Urkunde in seinem Inneren beginnt mit dem obenstehenden Vers und läutete das lang ersehnte Ende der fast zwanzigjährigen Zeit ohne eigenes Gotteshaus ein (Geschichte der Kirchengemeinde Mahnen).

Teilweise erbaut auf dem Fundament des alten im Krieg zerstörten Kirchenschiffes wurden die ehemaligen Grundrisse zwar noch angedeutet, andererseits enstand jedoch ein modernes Bauwerk in schlichter Funktionalität, das sich in die vorhandene Bausubstanz einordnen, andererseits der Gemeinde aber auch genug Raum für Sammlung, Geborgenheit  und
Gottesdienst geben sollte.

Auch der neu angelegte Vorplatz erinnert in seinem Umriss an den Standort der alten Kirche und verbindet den solitär stehenden, im Krieg weitgehend unversehrt gebliebenen Turm mit der eigentlichen Kirche.

Bereits ein Jahr nach Grundsteinlegung konnte die neue Kirche am 17.1.1965 im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes eingeweiht werden. Den Namen erhielt sie nach dem Evangelisten Matthäus, da die Planung und der Bauanfang der Kirche in das nach ihm benannte Jahr 1963 fielen.

Die Matthäuskirche wurde mit Beton- und Bleiverglasungen des Bremer Glasmalers Heinz Lilienthal ausgestattet sowie ihr Altar, die Kanzel und das Taufbecken vom Nürnberger Künstler Heinz Heiber aus Muschelkalk gestaltet.

Besonderes Augenmerk verdient das zur Straßenseite gelegene Sakramentsfenster vor dem Taufstein. Von außen wie von innen gut erkennbar sind hier Symbole der Taufe und des Urchristentums dargestellt.

Die Matthäuskirche bietet Platz für ungefähr 400 Besucher. Auf der Empore neben der Orgel sind noch einmal zusätzliche 80 Sitzplätze vorhanden, die häufig dem
Posaunenchor oder auch der Matthäuskantorei als Wirkungsstätte dienen.