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Die Entstehung der Kirchengemeinde Mahnen
Das Jahr 1847 bedeutete für die gesamte Region Löhne einen denkbar einschneidenden Wendepunkt. Erst gut 10 Jahre waren vergangen, als man die erste deutsche Eisenbahnstrecke zwischen Nürnberg und Fürth eingeweiht hatte. Der Erfolg des neuen Verkehrsmittels ließ jedoch rasch überall Eisenbahn-Gesellschaften entstehen, die Verbindungen zwischen nahezu allen namhaften Städten herstellten. Auch zwischen Köln und Minden wurden Schienen verlegt und führten durch das Werretal bzw. mitten durch die Gemeinde Gohfeld. Im äußersten Nordwesten, einem noch eher wenig entwickelten Gebiet, entstand hier wenig später der erste Bahnhof. Als 1855 auch die Osnabrücker Bahn sowie 1875 die Südbahn in Richtung Hameln fertiggestellt und der Bahnhof zum Knotenpunkt wurde nahm die Entwicklung des neuen Siedlungsgebietes “Löhne-Bahnhof” seinen Lauf.
Beschäftigte der Bahn und der neuen Post kamen mit ihren Familien und bauten Häuser und Straßen rund um den großen Bahnhof. Es entstanden alle üblichen wirtschaftlichen und sozialen Einrichtungen einer eigenen kommunalen Struktur. 1882 erhielt Löhne-Bahnhof eine eigene Schule, in der auch Bibelstunden abgehalten wurden, da die Gemeinde Gohfeld inzwischen über 5000 Gemeindeglieder hatte und aus Platzmangel weder die Kirche noch die sonstigen Einrichtungen ausreichten. Hilfsprediger unterstützten den Pfarrer bei seiner Arbeit in der zu groß gewordenen Gemeinde. Die alte Bezeichnung Mahnen für die Region um den Löhner Bahnhof wurde zum Synonym für die neue Selbstständigkeit in Gohfelds Nordwesten. Am Neujahrstag 1895 wurde die Kirchengemeinde Mahnen schließlich mit ca. 1300-1400 Gemeindegliedern in die Selbstständigkeit entlassen.
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